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Bernkastel-Kues, OT Bernkastel, Maria-Hilf-Kapelle (Tinkelkapelle)

Im romantischen Tiefenbachtal - 

Die Maria-Hilf-Kapelle (Tinkelkapelle) in Bernkastel

Stellvertretend für viele kleine Wegekapellen in unserem Pastoralen Raum steht die Maria-Hilf-Kapelle im Tiefenbachtal nahe der Stadt Bernkastel, die eher unter dem Namen “Tinkelkapelle” bekannt ist. Dieser Name leitet sich von der spektakulären Lage der Kapelle auf einem hohen Felsen ab, der im Volksmund unter der Bezeichnung “Det Hinkel” genannt wurde, was sich im Laufe der Zeit zu “Tinkel” entwickelte. Wenn man die Straße zur Burg Landshut nimmt, kommt man unmittelbar an der Kapelle vorbei - natürlich auch der Wanderer, der das wildromantische Tal erkunden oder den Wasserfall besuchen möchte.

Der Tiefenbach hat seinen Ursprung auf den Hunsrückhöhen zwischen Longkamp und Gonzerath. In der Nähe der Stadt Bernkastel hat er ein enges Tal im harten Schiefergestein ausgeformt und für teils bizarre Felsformationen gesorgt. Gleich unterhalb der Tinkelkapelle stürzt er über einen vier Meter hohen Wasserfall. 

Was mag die Menschen vor Jahrhunderten angetrieben haben, dort ein kleines Gotteshaus zu Ehren der Gottesmutter Maria zu errichten? 

Die sehr empfehlenswerte Kulturdatenbank der Region Trier zitiert unter anderem Aufzeichnungen des Bernkasteler Stadtschreibers und Notars Nikolaus Gracher (17. Jhdt.); demzufolge hat „Anno 1673 der Ehrwürdige H. Stephan Wiltges, Präbendatus zu Bernkastel….das steinerne Creutz …uff der vordersten Felsenseith des Weges transportieren lassen und ein gewölbtes heylig Häuslein darumher bauen lassen“.

Es gab also seit dem 17. Jahrhundert eine gewölbte Kapelle an diesem Ort! Vielleicht war der Felsen auch schon eine altgermanische Kult- oder Opferstätte, wie es Professor Dr. Steiner vom Provinzialmuseum Trier (heute: Rheinisches Landesmuseum) vermutete, vgl. die Darstellung auf den Internetseiten der Stadt Bernkastel-Kues.

Die Kapelle wurde später, im 18. Jahrhundert, ausweislich einer Hinweistafel an der Kapelle erneuert, weiterhin findet sich die Inschrift “1887 O Maria Hilf” an der Schiefereindeckung des Giebels. 1930 folgte eine weitere Renovierung.

Auf der Straßenseite der Kapelle ist folgende Inschrift zu lesen:

“Weil du nicht weißt, ob diese Reis’ die letzte sei, geh nicht vorbei; zuvor hier sprich: O GOTT MIR GNAD VERLEIH. Der Mensch weiß sein Ende nicht.”

Die Kapelle gehört zur Pfarrei und Kirchengemeinde St. Michael Bernkastel; Pfarrer ist Georg Moritz.

Link zur Tinkelkapelle auf Google Maps

 

Bildergalerie Bernkastel-Kues, OT Bernkastel, Maria-Hilf-Kapelle (Tinkelkapelle)