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Taizé ist einfach anders

Mit 21 Jugendlichen machten sich die Pastoralen Räume Daun und Bernkastel-Kues Mitte Juli gemeinsam auf den Weg.
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Datum:
4. Aug. 2026
Von:
Martin Schmitz
Gruppenbild Taize

Das Ziel war der kleine französische Ort Taizé im Osten Frankreichs. Hier kommen jedes Jahr Tausende Jugendliche aus verschiedenen Ländern zu einem großen internationalen Jugendtreffen zusammen.

Das Programm der Woche besteht aus Übernachtungen in Zelten, gemeinsamen Gebetszeiten, einfachen Mahlzeiten, Bibeleinführungen und ... gemeinsamem Putzen! Die Gemeinschaft steht während dieser Woche im Mittelpunkt. Die Zeit wird miteinander verbracht, man nimmt Rücksicht aufeinander und hilft sich gegenseitig.

Durch diese Ausrichtung erhält Taizé seinen ganz eigenen Charakter. „Taizé kann man nicht beschreiben, man muss es einfach erleben“, beschreibt eine Jugendliche ihre ganz besondere Taizé-Erfahrung.

Für viele der Teilnehmenden war es die erste Reise nach Taizé, manche waren jedoch bereits mehrfach dort. Die Gruppe aus Daun und Bernkastel-Kues bekam auf dem großen Campingplatz eine gemeinsame Wiese zugewiesen. Beim gegenseitigen Unterstützen beim Tragen der Taschen und beim Aufbau der Zelte entstanden schnell die ersten Kontakte. In der Mitte des Zeltkreises entstand ein kleiner Treffpunkt, der die ganze Woche über zu Spielen, Tanzen oder einfach zum Chillen einlud.

„Die Mahlzeiten waren am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit lernte man sie richtig zu schätzen“, berichtet eine Teilnehmerin. Mit einfachsten Mitteln wurden während dieser Zeit rund 2.500 Jugendliche verpflegt. Das bedeutet: Jede und jeder hilft mit, und alle nehmen Rücksicht aufeinander.

Die Gebetszeiten sind das Herzstück der Taizé-Erfahrung. Was zunächst für manche abschreckend klang, entwickelte sich zu einer angenehmen Routine, auf die man sich freuen konnte. Morgens, mittags und abends fanden jeweils etwa 30-minütige Gebete in der großen Kirche von Taizé statt. Gesessen wurde dabei auf dem Teppichboden des weitläufigen Kirchenraums. Die Gebete bestanden aus meditativen Taizé-Gesängen, Schriftlesungen und einer fast zehnminütigen Stillephase.

Da Taizé in seiner liturgischen Gestaltung jede Woche die Osterwoche nachempfindet, gehörten auch besondere Elemente dazu: die persönliche Gebetszeit am Kreuz, die jede Person individuell gestalten konnte, sowie das Lichterfest, das am Samstagabend gefeiert wurde. Im Verlauf dieses Gottesdienstes wurden von den Anwesenden rund 2.000 Kerzen entzündet.

Neben dem festen Programm mit Bibeleinführungen, anschließenden Gesprächsgruppen, verschiedenen Spielen und Übungen sowie den täglichen Putzdiensten kam auch die freie Zeit nicht zu kurz. Auch dafür hat Taizé einiges zu bieten. Ein Highlight für viele Jugendliche ist das Oyak. Hier kommen besonders am Abend junge Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern zusammen, reden, tanzen, musizieren und lachen miteinander.

„Taizé ist einfach anders“, fasst Finja am Ende der Woche ihre Erfahrungen zusammen. Dass es für sie nicht das letzte Mal an diesem besonderen Ort gewesen ist, steht für sie schon jetzt fest.

Impressionen aus Taizé

4 Bilder